Flora, das Leben ist kein Ponyhof

Iair Said, Argentinien, 2017, 64 min, OmeU

+ Opening Party w/Arg. Wine + Snacks & DJ Chamigo

Freitag 1.11. – 19:30 Uhr – Wolf Kino, Berlin


Synopsis

Flora Schvartzman, neunzigjährig und allein, hegt schon von jeher den Wunsch zu sterben. Sie lebt von ihrer Familie entfernt, nimmt nun aber den Kontakt zu ihren Verwandten auf, um ihren eigenen Tod zu organisieren. Ihr Großneffe Iair ist der erste, der sich für sie interessiert… und für ihre erbenlose Wohnung.

Kommentar des Regisseurs

Ich habe schon immer gern die Beziehung zur älteren Generation gesucht. Seit meiner Kindheit werde ich melancholisch, wenn ich an das Leben Älterer denke. Ihre Vergangenheit. Ihre monotone Gegenwart und vor allem ihre Zukunftsbestreben. Was kann eine ältere Person erwarten? Ab wann ist man ein älterer Mensch? Und vor allem, wenn ich schon Angst vorm Sterben habe, was muss man dann im Alter, deutlich näher am Tod, empfinden? Nach familiären Geldstreitigkeiten brachte mir die Zeit meine Tante Flora in einem Moment zurück, in dem ich selbst voller existentieller Zweifel steckte. Ich begann sie zu filmen und entdeckte dabei, dass Flora nicht einfach ein normales Leben führte, sondern dass sie seit langem in den Tod überging. Dieser Dokumentarfilm spricht über den Tod im Leben, über Herzen, die erlöschen, wenn das Bewusstsein noch wach ist. Er spricht über den Versuch, meine eigenen Wünsche zu formulieren, auch wenn ich dafür meine persönliche Misere zur Schau stellen muss. Vor allem aber spricht er über Blutsverbindungen. Über die Familie.

Stab

Regie: Iair Said
Mit: Adriana Schvartzman – Flora Schvartzman – Iair Said
Montage: Flor Efron
Musik: Matías Schiselman – Fernando Martino
Ton: Jésica Suarez – Diego Hernán Marcone
Prod.: Eugenia Campos Guevara – Flor Efron– Iair Said
Prod.: Gentil
Grafikdesign: Pepita Sandwich

 

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