Lichtjahre

Manuel Abramovich, Argentinien, 2017, 72 min, OmeU

+ Q&A mit Manuel Abramovich und Alan Pauls

Sonntag 3.11. – 15 Uhr – Wolf Kino, Berlin


Synopsis

Während der Dreharbeiten zur Verfilmung von Zama nahm Manuel Abramovich Kontakt zur Regisseurin Lucrecia Martel auf und schlug ihr vor, dokumentarisch ihrer Arbeit mit den Schauspielern beim Dreh zu erzählen. Sie antwortete ihm, indem sie erklärte, dass sie Lichtjahre davon entfernt wäre, die Hauptperson eines Films werden zu können.

Eineinhalb Jahre später bietet Años Luz einen geduldigen, scharfsinnigen und eleganten Einblick in die Dreharbeiten von Zama. Es ist nicht nur ein schönes und unprätentiöses Porträt von der Arbeit der Filmemacherin aus dem argentinischen Salta, sondern es ist ein Film, der das Handwerk des Kinos hochleben lässt. Ganz besonders das Handwerk des argentinischen Autorenkinos.

Manuel blickt auf ihre Erwartungen. Auf ihr ungewisses Suchen. Und vor allem auf die Liebe und kollektive Stärke, die die Existenz dieser großen Heldentaten, den Filmen, antreibt.

Note

There’s a seemingly invisible feeling in Lucrecia’s pictures, something transcendental. Shooting a documentary portrait of Lucrecia Martel’s creative process during the filming of Zama was born out of my curiosity to unveil some of that mystery, that magic trick. Far from the idea of a “behind the scenes”, Light Years started out as a secondary film detached from the one she’s shooting. An intimate, observational documentary that would somehow allow us to get inside her head during that moment of creation.
What would a movie with Lucrecia as the protagonist be like?

Bio Manuel Abramovich

Manuel Abramovich ist Regisseur und Kameramann. Seine Arbeit lotet das Performative des Alltags aus. Seine Filme verwandeln die Menschen zu Hauptfiguren. In einer Mischung aus Beobachtung und Inszenierung laden sie dazu ein, die Grenzen des sogenannten “Dokumentarfilms” in Frage zu stellen.
Seine Werke wurden auf Festivals und Kunstevents gezeigt und vielfach ausgezeichnet: Berlinale, Venedig, MoMA, Cinéma du Réel, IDFA, Tribeca, San Sebastián, Film Society Lincoln Center NY, BAFICI, FICUNAM, IndieLisboa. ‚Blue Boy‘ gewann den Silbernen Bären im Internationalen Kurzfilmwettbewerb der Berlinale 2019.

Bio Alan Pauls

Alan Pauls (Buenos Aires, 1959) ist Autor, Übersetzer und Journalist. Er lehrte Literaturtheorie an der Universidad de Buenos Aires sowie als Gastdozent in Princeton. An der Universidad Nacional de Tres de Febrero (Argentinien) sowie der New York University gab er Seminare für Kreatives Schreiben. Zu seinem schriftstellerischen Werk zählen u.a. die Romane El pasado (Premio Herralde 2003, dt. Die Vergangenheit) sowie die Trilogie Historia del llanto (dt. Geschichte der Tränen), Historia del pelo (dt. Geschichte der Haare) und Historia del dinero (dt. Geschichte des Geldes), zudem die Essaybände El factor Borges, La vida descalza, Temas lentos und Trance.

Credits

Director: Manuel Abramovich
Sound: Sofía Straface
Editor: Iara Vilardebó
Cinematography: Manuel Abramovich
Producers: Benjamín Domenech, Santiago Gallelli, Matías Roveda, Manuel Abramovich.
Production Companies: REI Cine, El Deseo, Patagonik, Bananeira.
Production Coordinators: Camila Grisolía, Eugenio Fernández Abril
Postproduction Coordinator: Andrea Bendrich
Color Grading: Delfina Mayer
Video Assist: Aylén Lopez
Assistant Editor: Juanchi Menchaca
Foley: Francisco Rizzi / Martín Scaglia
Mix 5.1: Leandro De Loredo (Tres Sonido)

 

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