Der Morast

 

Argentinien 2001 | R+B: Lucrecia Martel | K: Hugo Colace| A: Mercedes Morán, Graciela Borges, Martín, Adjemián, Leonora Balcarce, Silvia Baylé, Sofia Bertolotto, Juan Cruz Bordeau |103 min | OmeU

Synopsis
Der Film beginnt mit einer Handvoll Erwachsener, die ausgestreckt an einem Swimmingpool liegen. Wir wissen nicht, ob sie betrunken sind, in der Sonne dösen oder die irgendwie benommene und zombiehafte Mittelschicht einer argentinischen Provinz bilden. Vielleicht alles zusammen. Wir wissen, dass sie durch eine Kamera gezeigt werden, die aufgrund ihrer Position dem neugierigen Blick eines Neun- oder Zehnjährigen ähnelt. Diese Kamerahöhe wird Lucrecia Martel von nun an in all ihren Filmen beibehalten. Laut Regisseurin, handelt es sich dabei um “eine wenig moralische und sehr neugierige Einstellung”. Mecha, dargestellt von der berühmten argentinischen Schauspielerin Graciela Borges, verbringt den Sommer in Salta mit Mann und Kindern. Der Alkohol befördert sie jeden Tag tiefer in die Depression. Jugendliche, Erwachsene und Kinder streunen durch die dichten Nebelwälder, wo nichts zu passieren scheint. Und doch entwickelt sich in der Tiefe der Bildebene, mittels der diversen Stimmen und Geschichten und unter Einsatz des Tons das narrative Geschehen -sinnlich und wild zugleich-, zu dem uns Martel erstmals mitnimmt.

Share this Post