Das Futurperfekt

 

Argentinien 2016 | R+B: Nele Wohlatz | K: Roman Kasseroller, Agustina San Martín | M: Federico Orio | D: Xiaobin Zhang, Saroj Kumar Malik, Mian Jiang, Dong Xi Wang, Nahuel Pérez Biscayart | 65 min | OmeU

Synopsis
Nele Wohlatz ist eine deutsche Regisseurin, die mit geringen Spanischkenntnissen nach Argentinien kommt. Um zu überleben gibt sie Deutschunterricht an einem Sprachzentrum. Dort lernt sie Zhang Xiaobin kennen, eine siebzehnjährige Chinesin, die genau wie sie nach Argentinien kam, ohne die Sprache zu sprechen. Wittgenstein hat einmal gesagt, dass die Welt nicht aus Dingen wie Bäumen, Personen oder Tieren besteht, sondern aus Tatsachen wie “der Schnee ist weiß” und “er hat es eilig”. Hierin scheint der Schlüssel zu El Futuro Perfecto zu liegen. Der Film zeigt Zhang Xiaobin bei Erlernen einer neuen Sprache, die Dinge wie Fenster, Tafel, Bauch, Räucherschinken bezeichnen und diese auch miteinander kombinieren kann: “Ist diese junge Frau Studentin?”, “Sie ist Krankenschwester”. In diesem Spiel mit der Sprache (gleichsam dem Spiel auf der chinesischen Holzblocktrommel, das im Film zu erleben ist) entfalten sich auf humorvolle Weise mögliche und konditionale Universen – das Futurperfekt als perfekte Zukunftswelten.

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